Feste des HERRN

Feste des HERRN

Der Herr verordnet uns Ruhezeiten und Feste, was besonders in der heutigen, schnellebigen Zeit oft zu kurz kommt. Diese Moadim erfreuen nicht nur das Herz und schenken Erholung sondern bergen auch eine Vielzahl von Versprechen, Sybolen und Bedeutungen. Als messianische Juden sehen wir gerade in den Festen die Verbindung zwischen der Tora und Jeschua haMaschiach. Wir unterscheiden zwischen Festen des Herrn (die Adonai geboten hat), biblischen Festen (biblisch, aber kein Gebot) und traditionellen Festen (Teil unserer Kultur). Jeder Festgottesdienst wird zuvor im Kalender angekündigt.

 

Schabbat (Ruhetag): Freitag abends – Samstag abends

Biblische Praxis Der Befehl zur Heiligung des Schabbats, des siebten Tages der Woche, als Ruhetag wurde durch den Allmächtigen innerhalb der Zehn Gebote gegeben: 2. Mose 20, 8-11. In dem selben Abschnitt wird auch der Anlass des Festes genannt: diesen Tag segnete der Herr, er ruhte an diesem Tag nach sechs Tagen Schöpfung. Da Gottes Ruheort die Ewigkeit ist, ist auch der Schabbat ein Symbol der Ewigkeit und des Reiches Gottes. In 2. Mose 35, 2-3 ist das Verbot enthalten,…

Erew Pessach (Seder Abend): 14.Nissan

Biblische Grundlage Erew Pessach (der Abend des Pessach- Festes) ist das erste Fest des Jahres. Es soll den Anfang des Jahres kennzeichnen (2. Mo. 12, 1-2). Das Fest dauert eine Nacht – eine „Nacht des Wachens“ zu Ehren des Herrn zum Gedenken an den nächtlichen Auszug aus Ägypten der Kinder Israel (2. Mo. 12, 41-42). Das Wort Pessach bedeutet in der hebräischen Sprache „vorübergehen“, was uns das Ereignis dieser nennenswerten Nacht zur Zeit der zehnten Plage übermittelt: den Tod der…

Fest der ungesäuerten Brote: 15.-21. Nissan

Biblische Grundlage Das Fest der ungesäuerten Brote wurde zeitgleich mit Pessach von Gott eingesetzt und ist dessen Fortsetzung. Das Fest beginnt am Morgen, nach einer Nacht, die man dem Herrn gewacht hat, und dauert sieben Tage. Die Anweisungen für dieses Fest befinden sich im 2. Buch Mose 12, 15. Am Vorabend des Festes muss man alle Hefeprodukte aus seinem Haus entfernen und die folgenden sieben Tage nur ungesäuertes Brot zu sich nehmen. Dies wird getan zum Gedenken an den Auszug…

Schawuot: 5.-6. Sivan

Schawuot, das Fest der Ernte Wurde von Gott festgelegt und in der Tora, im 3. Buch Mose 23, 15-22, beschrieben. Schawuot beginnt am 6. Tag des Monats Siwan (Mai/Juni). Dieses Fest ist das zweite Pilgerfest. Sein eigentlicher Name bedeutet aus dem Hebräischen übersetzt „Wochen“ und bezieht sich auf den siebenwöchigen Abstand zum zweiten Tag des Pessach-Festes. Gemäß der Tradition empfing das Volk Israel an diesem Tag die Tora. Die Weisen des Volkes haben festgestellt, dass die Ereignisse am Berg Sinai…

Jom Trua / Rosh ha-Schanah: 1.Tishri

Biblische Praxis  DAS FEST DER POSAUNEN (Jom Trua) Der Ursprung dieses Festes steht geschrieben im 3. Buch Mose 23, 23-25. Das Fest begann am ersten Tag des siebten Monats, dauerte einen Tag und man sollte ruhen, die Versammlung mit Posaunen einberufen und Opfer bringen. Im 4. Buch Mose 29, 1-6 geht es um die Opfer für dieses Fest. Logischer Sinn des Festes: Aufruf zur Erweckung und Erinnerung daran, dass der Tag der Reinigung (Jom Kippur) kommt. Die moderne jüdische Bezeichnung…

Jom Kippur: 10.Tischri

Biblische Grundlage Dieser Tag ist ein von Gott festgelegter Festtag, aber er ist nicht fröhlich, sondern feierlich. Jom Kippur findet 10 Tage nach dem Posaunenfest statt. An diesem Tag wurde im Tempel ein Sündopfer für die Sünde des ganzen israelitischen Volkes dargebracht. Aber jedes Mitglied der israelitischen Gemeinschaft wurde zur Demut aufgerufen: „Ihr sollt fasten“ (4. Mose 29, 7), denn „von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN“ (3. Mose 16, 30). Daraus folgt, dass das Opfer, welches…

Sukkot (Laubhüttenfest): 15.-21.Tischri

Biblische Grundlage Sukkot ist das dritte Pilgerfest, das Gott den Israeliten im 3. Buch Mose 23, 34-43 geboten hatte. Es wird am 15. Tag des Monats Tischri (September/Oktober) gefeiert, somit einige Tage nach den Festen Rosh ha’Shana und Jom Kippur. Das Wort „sukkot“ bedeutet im Hebräischen „Zelte“ oder „Laubhütten“ und damit werden verschiedenartige kurzfristige Wohnstätten bezeichnet. An diesem Fest feiert man auch das Ende der herbstlichen Ernteperiode. Man dankt Gott für die Ernte und bittet ihn um Regen für die…

Purim: 14.Adar

Die Geschichte des Festes Das laute und fröhliche Fest Purim geht auf die Regierungszeit des persischen Königs Xerxes zurück. Er heiratete Esther, die Nichte seines jüdischen Hofbediensteten Mordechai. Dank dieses Umstandes wurde das jüdische Volk vor einem Pogrom im persischen Staat bewahrt und ihm wurde die Rückkehr aus der Zerstreuung ins Verheißene Land ermöglicht.  Das Wort „Purim“ bedeutet „Los“ und bezieht sich auf das Los, das der Amalekiter Haman, der Premierminister des Königs, warf, um zu entscheiden, an welchem Tag die…

Chanukka: 25.Kislew – 2.Tewet

Die Geschichte des Festes Chanukka gehört nicht zu den Festen, die der Ewige geboten hat, wie z.B. Sabbat, Pessach, Schawuot und Jom Kippur (Tag des Gerichts). Dieses Fest wurde zur Zeit der Hasmonäer durch ihren Anführer Jehuda Makkabi eingeführt. Die Bedeutung Chanukkas enthält keinen Vorschatten auf zukünftige Heilsereignisse, aber das Fest zählt dennoch zu den bedeutendsten jüdischen Festen, die für gewöhnlich sowohl für die Gläubigen als auch für viele Atheisten anziehend wirken. Der Name des Festes hat seinen Ursprung im…

Simchat Tora: 23.Tischri

Über das Fest Simchat Tora ist eines der Feste, die nicht von Gott in der Heiligen Schrift geboten wurden. Das Wirt „simcha“ bedeutet in der Übersetzung aus dem Hebräischen Freude oder Fröhlichkeit. „Tora“ (Gesetz) bezeichnet die 5 Bücher Mose und somit könnte man den ganzen Namen des Festes als „Freude über das Gesetz“ übersetzen. Das Feiern von Simchat Tora bezieht sich auf das öffentliche Lesen der Mosesbücher. Im alten Israel wurde die Tora öffentlich vorgelesen, sodass man nach drei Jahren…